Die Werkstatt

Zeichnen, ohne dass etwas dabei herauskommen muss.

Eine halbe Stunde, in der deine Hände etwas machen. Was dabei entsteht, sieht später niemand. Und danach denkst du anders über die Sache nach, an der du seit Wochen festhängst.

„Ich kann nicht zeichnen."

Der Satz sitzt fest, und meistens stammt er aus der Schulzeit. Dabei geht es beim Anfangen nur um Linien und einfache Figuren – ein paar Handgriffe, ein bisschen Übung, und die Hand macht mit.

Zum Buch
Bleistiftskizze – eine Figur in wenigen Linien
Du kennst diesen Moment

„Schade, dass ich das nicht kann."

Du stehst vor einem Bild und bist berührt. Ein paar Linien, mühelos gesetzt. Deine Hand zeichnet sie in der Luft nach, während dieser Satz kommt.

Woher weißt du das? Hast du es geprüft – oder hast du es irgendwann beschlossen?

Ich kann nicht zeichnen ist ein Schutzsatz. Er hält dich weg von dem Risiko, dass etwas danebengeht, das du selbst gemacht hast. Talent entscheidet darüber, wie schnell es geht; ob es geht, entscheidet es nicht. Zeichnen ist Wahrnehmung und Übung.

Der Rest ist Makulatur.

Was dabei passiert

Dein Kopf wird still, sobald deine Hände anfangen.

Beim Zeichnen arbeitet dein Gehirn in einem anderen Modus als beim Nachdenken. Die Aufmerksamkeit hängt an der Linie, an der Bewegung, am Papier – und der Rest sortiert im Hintergrund weiter. Deshalb taucht die Lösung für ein Problem oft genau dann auf, wenn du gerade an etwas ganz anderem sitzt.

Dazu kommt etwas, das im digitalen Alltag selten geworden ist: Du machst eine Sache von Anfang bis Ende selbst und siehst am Ende, dass sie da ist. Deine Hand hat sie gemacht. Für dein Gehirn ist das ein stärkeres Signal als jeder abgehakte Punkt auf einer Liste.

Kinder zeichnen den ganzen Tag und fragen niemanden, ob es gut ist. Irgendwann hört das auf – meistens in dem Moment, in dem zum ersten Mal jemand etwas dazu gesagt hat. Das Können bleibt. Es liegt nur unter der Bemerkung von damals vergraben.

Was dabei noch passiert

Nebenwirkungen garantiert.

Zeichnung – im Wasser treiben

Stressabbau

Musische Tätigkeiten holen dich aus dem Alltag. Vertieft in ein Bild kommst du in einen Flow, der einer Meditation nahekommt – und der Körper fährt mit herunter.

Zeichnung – Menschen zeichnen gemeinsam an einem Tisch

Neue Lösungsansätze

Dein Denken wird beweglicher. Wer zeichnet, sieht mehr Möglichkeiten, und das bleibt nicht auf dem Papier. Die Idee, die dir am Schreibtisch fehlt, kommt später am Küchentisch.

Zeichnung – ein Auge

Selbstvertrauen

Du schaffst etwas, das es vorher nicht gab. Auch mit Zweifeln im Nacken siehst du von Zeichnung zu Zeichnung, dass du besser wirst. Das lässt sich schlecht wegdiskutieren.

Für dich, wenn

du seit Jahren sagst, dass du eigentlich gern zeichnen würdest – und seit Jahren an der ersten Linie hängen bleibst.

Buchcover – Zeichne einfach, Musengeküsst

Auch für dich, wenn

dein Kopf abends weiterläuft und du etwas suchst, das ihn beschäftigt, während kein Bildschirm daran beteiligt ist.

Bleistiftzeichnung – Kaffeekanne und zwei Tassen
Der Satz von damals

Die Kritikerin sitzt schon am Tisch, bevor der Stift das Papier berührt.

Sie meldet sich bei der ersten Linie, spätestens bei der zweiten. Sie vergleicht dein Bild mit etwas, das du irgendwo gesehen hast, und stellt fest, dass es nicht hinkommt. Danach räumst du die Stifte weg und sagst, dass du es eben nicht kannst.

In Musengeküsst bekommt sie einen eigenen Platz. Du schaust dir an, wessen Stimme das eigentlich ist und wann sie dazugekommen ist. Meistens gehört sie jemandem, der vor dreißig Jahren eine Bemerkung gemacht hat und längst nichts mehr davon weiß.

Und dann schickst du deine innere Kritikerin einen Kaffee trinken.

Musengeküsst

Küsse dein Künstlerherz wach.

Das Buch ist mehr als eine Anleitung zum Zeichnen. Du wirfst darin Denkmuster über Bord, die dir nichts mehr bringen, und probierst neue Blickwinkel aus.

Während du zeichnest, schaust du auf deine Gefühle. Du kommst dir dabei näher, als du erwartest. Am Ende hat sich nicht nur dein Strich verändert, sondern auch deine Einstellung zu ein paar Dingen, die vorher feststanden.

Gib deiner Seele, was sie braucht. Gib ihr selbstgenügsame Momente der Kreativität.

Bleistiftzeichnung – ein Rochen im Wasser
Hände halten das Buch Musengeküsst
Ein kurzer Blick in den Inhalt

310 Seiten, die dich zum Anfangen bringen.

Zeichne einfach – Musengeküsst ist ein Buch zum Mitmachen: Anleitungen zum Zeichnenlernen, Übungen, wie du in den Flow kommst und dich in Gang bringst – und wie du deine innere Kritikerin dahin schickst, wo sie dich in Ruhe lässt.

Es geht der Reihe nach: erst das Material, dann die Haltung, dann die Übungen. Du kannst es auch mittendrin aufschlagen, wo du gerade Lust hast.

Kapitel 1

Materialien

Womit du anfängst – und warum ein Bleistift und ein Blatt Papier dafür reichen. Der Rest kommt, wenn du merkst, dass du dranbleibst.

Kapitel 2 und 3

Haltung einnehmen

Wie du sitzt, wie du atmest, wie du den Stift hältst. Und die innere Haltung, die dazugehört: Du machst das für dich.

Kapitel 6

Falscher Ehrgeiz

Der Moment, in dem aus dem Zeichnen eine Leistung wird. Und woran du merkst, dass es gerade passiert.

Kapitel 17

Mutig werden

Ab hier zeigst du etwas her. Erst dir selbst, später vielleicht jemandem, der neben dir sitzt.

Bleistiftzeichnung – eine Feder

Drei Meditationen zum Anhören

Drei der Kapitel werden von einer Meditation begleitet. Ich habe sie aufgenommen und den Link ins Buch gestellt – du legst das Buch zur Seite, machst die Augen zu und lässt dich von meiner Stimme durchtragen. Danach liegt der Stift schon bereit.

Ich zeichne, seit ich denken kann. Schon im Kunstunterricht der Grundschule hatte ich Schwierigkeiten damit, weil mein Stil nicht zu dem passte, was die Lehrerin sich vorstellte.

Fast aufgegeben hätte ich, als eine Kunstlehrerin mir den Pinsel aus der Hand nahm, ihn in schwarze Farbe tauchte und ungefragt in mein Bild malte. Mein Protest wurde mit einem gleichgültigen Schulterzucken beantwortet.

Dieser Schmerz ermahnt mich bis heute: Geh würdig mit den Werken anderer um. Ein Bild entsteht aus einer Absicht heraus – ein Impuls, eine Idee, manchmal auch Wut. Damit hat es seine Berechtigung.

Deshalb ist dieses Buch so geschrieben, wie ich mir den Unterricht damals gewünscht hätte.

Was Leserinnen sagen
Ich habe mich bei sooo vielem angesprochen gefühlt, was du zur inneren Kritikerin gesagt hast und zu den zahlreichen Entmutigungen in der Kindheit. Ich habe oft gedacht, wie toll es gewesen wäre, wenn ich einen Bruchteil davon mal im Zeichenunterricht in der Schule gelernt hätte.
Claudia Müller-Tief · Lektorin
Ihre Freude am Zeichnen ist ansteckend, und sie versteht es, die Teilnehmer daran teilhaben zu lassen. Ihr Credo – alles darf sein, nichts muss – beschreibt wohl am besten ihre offene, unvoreingenommene Art.
Thea Deyhle · Systemischer Coach
Jeder kann zeichnen lernen.
Buchcover – Zeichne einfach, Musengeküsst

Fang an. Heute Abend.

310 Seiten Taschenbuch & E-Book Drei Meditationen zum Anhören Übungen ab dem ersten Kapitel

Du brauchst einen Stift, ein Blatt und eine halbe Stunde. Das Buch nimmt dich von der ersten Linie an mit, und die Meditationen bringen dich dahin, wo das Zeichnen von allein läuft.

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Musengeküsst ist mein eigenes Buch. Ich verlege es selbst über Amazon KDP – der Knopf führt deshalb zu Amazon, wo du bestellst und wo die Bedingungen von Amazon gelten. Keine Umsatzsteuer nach § 19 UStG.

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Noch am Überlegen? Ich schreibe regelmäßig darüber, was passiert, wenn der Kopf beim Zeichnen endlich still wird.

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