Über mich
Mit wem du es zu tun hast

www.simonabertogliatti.it
Über mich zu schreiben ist gar nicht so einfach. Zu erzählen gäbe es genug, jedoch lerne ich Menschen lieber im Gespräch kennen als über ein paar Absätze auf einer Webseite. Trotzdem gehört es dazu. Also versuche ich einmal zu erklären, wie ich arbeite und warum mir bestimmte Dinge wichtig sind.
Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, zieht sich ein roter Faden ziemlich konsequent durch mein Leben: Mich hat schon immer interessiert, warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Warum wir manchmal Dinge tun, von denen wir eigentlich spüren, dass sie uns nicht guttun. Und warum es gleichzeitig so schwer sein kann, etwas daran zu verändern.
Viele Jahre habe ich mich kreativ ausgedrückt. Zeichnen, gestalten, fotografieren – das waren für mich Möglichkeiten, Dinge sichtbar zu machen, die sich nicht immer so leicht in Worte fassen lassen. Aber je länger ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr hat mich nicht das fertige Bild interessiert, sondern der Prozess dahinter. Das Hinschauen, das Wahrnehmen und das Erkennen von Zusammenhängen.
Im Grunde ist genau daraus meine heutige Arbeit entstanden.
Ein Punkt in meinem Leben, der vieles verändert hat
Es gibt einen Abschnitt in meinem Leben, der einen großen Einfluss darauf hatte, wie ich heute arbeite.
Ich war viele Jahre in einer Ehe, in der ich lange versucht habe, alles zusammenzuhalten. Verantwortung übernehmen, Lösungen finden, Dinge irgendwie wieder ins Gleichgewicht bringen – ich war überzeugt, dass es sich irgendwann wieder einrenken würde, wenn ich mich nur genug bemühe.
Und ich habe lange geglaubt, dass sich die Situation verbessert, wenn der Partner sein Verhalten ändert.
Von außen sah vieles ganz normal aus. Aber innerlich wurde es immer enger. Ich habe immer deutlicher gespürt, dass etwas nicht stimmt, und gleichzeitig immer wieder versucht, dieses Gefühl zu übergehen.
Ich habe gedacht, ich müsse mich einfach noch mehr anstrengen.
Der Moment, bis sich bei mir etwas verändert hat, hat sich über längere Zeit aufgebaut – wie eine Kurve, die langsam ansteigt. Viele kleine Momente, viele Zweifel, viele Versuche, es doch noch irgendwie hinzubekommen.
Und irgendwann kam ich an den Punkt, an dem es nicht mehr weiterging.
In diesem Moment ist tatsächlich so etwas wie ein innerer Schalter umgelegt worden. Mir wurde klar, dass ich die Situation nicht dadurch verändern kann, dass ich mich noch weiter anpasse oder darauf hoffe, dass der andere sich verändert.
Der einzige Punkt, an dem ich wirklich etwas verändern konnte, war ich selbst.
Diese Erkenntnis war nicht angenehm. Aber sie war eindeutig.
Was ich daraus gelernt habe
Rückblickend sehe ich etwas, das ich damals lange nicht sehen wollte.
Viele Menschen spüren sehr früh, wenn etwas nicht mehr stimmt. Unser Körper meldet sich, unsere Wahrnehmung meldet sich. Aber wir lernen oft, diese Signale zu übergehen – aus Verantwortung, aus Gewohnheit oder aus dem Wunsch heraus, dass sich die Dinge doch noch zum Guten wenden.
Ich kenne dieses Muster aus eigener Erfahrung.
Vielleicht bin ich deshalb heute so aufmerksam für diese Momente, in denen jemand innerlich merkt: So wie bisher kann es nicht weitergehen.
Wie ich heute arbeite
Meine Arbeit beginnt genau an diesem Punkt.
Von mir gibt es keine Tipps und keine fertigen Lösungen. Ich sage auch niemandem, was er oder sie tun sollte. Ich begleite Menschen dabei, ihre eigene Wahrnehmung wieder ernst zu nehmen und daraus Klarheit zu entwickeln.
Das klingt einfacher, als es manchmal ist.
Viele Menschen haben gelernt zu funktionieren. Sie übernehmen Verantwortung, halten Dinge zusammen, kümmern sich um andere und versuchen, alles richtig zu machen. Das ist an sich nichts Negatives. Im Gegenteil – es zeigt Stärke und Engagement.
Schwierig wird es dann, wenn dieses Funktionieren dazu führt, dass die eigene Wahrnehmung immer mehr in den Hintergrund rückt.
In meiner Arbeit geht es darum, diesen Kontakt wieder herzustellen.
Ich arbeite unter anderem mit Methoden aus der Hirnforschung und mit dem Konzept der somatischen Marker. Dabei prüfen wir sehr genau, was sich für jemanden wirklich stimmig anfühlt – und was nicht. Jeder Satz, jede Entscheidung, jede Überzeugung wird daraufhin überprüft, ob sie mit dem eigenen inneren System übereinstimmt.
Manchmal hilft ein zeichnerischer Prozess dabei, etwas sichtbar zu machen, das sich mit Worten allein noch nicht greifen lässt. Bilder, Linien oder Formen können Gedanken ordnen und Zusammenhänge klarer werden lassen. Die Kreativität ist dabei ein Werkzeug im Prozess. Sie unterstützt das Wahrnehmen und Verstehen dessen, was sich innerlich zeigt.
Die Antworten entstehen dabei nicht bei mir, sondern bei den Menschen selbst.
Ich begleite diesen Prozess, stelle Fragen und bringe Werkzeuge ein. Aber die Klarheit entsteht immer aus der Person heraus.
Mein Hintergrund
Ich bin diplomierte NeuroGraphik®-Trainerin und diplomierte Ästhetische Coachin.
Meine ursprüngliche Ausbildung liegt im Bereich Gestaltung. Ich habe Grafikdesign studiert und viele Jahre mit Bildern, Formen und visuellen Prozessen gearbeitet. Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute – nicht, weil es um Kreativität im klassischen Sinne geht, sondern weil Gestaltung immer auch bedeutet, genau hinzusehen und Zusammenhänge zu erkennen.
Heute nutze ich diese Fähigkeiten vor allem für Prozesse mit Menschen.
Und privat?
Ich lebe in Bayern, bin Mutter von vier Töchtern und verbringe gern Zeit draußen in der Natur.
Ich beobachte gern Menschen und Situationen, stelle Fragen und versuche zu verstehen, wie Dinge zusammenhängen. Vielleicht ist genau diese Mischung aus Neugier, Erfahrung und Klarheit das, was meine Arbeit am meisten prägt.
Wenn ich meine Arbeit in einem Satz beschreiben müsste, würde ich wahrscheinlich sagen:
Ich begleite Menschen dabei, aufzuhören, sich selbst zu übergehen und wieder wahrzunehmen, was für sie wirklich stimmt.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest
Wenn dich interessiert, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann oder wie dieser Prozess konkret abläuft, findest du hier weitere Informationen.

